Was genau ist nun ein Follow-Up-Autoresponder?
Ein Follow-Up-Autoresponder ist eine Weiterentwicklung des “normalen” Autoresponders. Clevere Marketingstrategen aus den USA (die USA sind uns in solchen Dingen immer um einige Jahre voraus) haben sich eines guten Tages gefragt, wie sich ein Autoresponder für Marketingzwecke einsetzen lassen könnte. Es war die Zeit, als so langsam jeder eine E-Mail Adresse eingerichtet hatte und über dieses Medium auch erreichbar war. Die hohen Nutzerzahlen und die allgemeine Akzeptanz des Mediums E-Mail schrien geradezu danach, marketingtechnisch genutzt zu werden. Boris Becker sagte zu dieser Zeit in der Werbung “ich bin drin” und meinte damit das Internet. Der einfache Autoresponder, also zum Beispiel eine automatisierte Abwesenheitsmitteilung im Falle von Urlaub oder ähnlichem, reagiert indem eine E-Mail an eine bestimmte Adresse eingeht. Das System ist so eingestellt, dass bei einer eingehenden E-Mail automatisch eine vorgefertigte Antwort E-Mail verschickt wird – und zwar an die Adresse des Absenders der eingehenden Mail. Diese Adresse hat sich das System nämlich gemerkt. Siehe diese Grafik dazu. Für Marketingzwecke ist diese einfache Autoresponderfunktion nicht besonders geeignet. Denn wenn der potentielle Kunde erst umständlich eine E-Mail an eine bestimmte Adresse aufsetzen und abschicken muß, dann verspricht das nichts gutes. Diese Vorgehensweise hat sich daher in der Praxis nicht bewährt, weil zu umständlich für den Interessenten. Die eingangs erwähnten Marketingstrategen suchten also nach einer Möglichkeit, diese im Prinzip sinnvolle Funktionalität einer automatisierten Informationsversendung für den Kunden noch einfacher zu machen. Zu diesem Zweck trainierten Sie dem Autorespondersystem die Fähigkeit an, nicht nur auf eine eingehende E-Mail zu reagieren, sondern zusätzlich auch auf die Absendung eines Formulares, in welches der Kunden seine Kontaktdaten einträgt. Das kennen Sie auch schon, denn Sie haben sich sicherlich schon einmal auf einer Internetseite für einen Newsletter angemeldet und ihn dann hoffentlich auch regelmäßig erhalten. In diesem Beispiel geht es zwar um einen Kurs, aber ob Kurs oder Newsletter ist für das Verständnis dieses Artikels vollkommen egal.Die Autoresponder der nächsten Generation waren also fähig, auf das Absenden eines solchen Formulares zu reagieren.
Die Reaktion bestand wie gehabt darin, an die E-Mail Adresse, die der Interessent in das Formular eingetragen hatte, eine vorformulierte Antwort zu senden, automatisch und blitzschnell.
Dieses Formular war bzw. ist Bestandteil der Internetseite. Der Interessent brauchte also für die Informationsanforderung die Seite nicht zu verlassen und das Medium zu wechseln (E-Mail-Programm).
Mit dieser Technik war ein Meilenstein im modernen Internetmarketing erreicht.